Geistliches und Gedanken

Geistliche Texte und niedergeschriebene Gedanken die Sie/uns durch die heutige nicht sehr einfache Zeit begleiten sollen.

 

Gedanken in einer besonderen Zeit

 

Was lehrt uns das Coronavirus?

Unverfügbar


Jetzt sollte es doch langsam vorbei sein. 
Jetzt sollten wir doch dieses Corona-Virus langsam im Griff haben. 

Doch immer wieder, 
genau dann, wenn sich langsam das Gefühl einstellen will
sicher zu sein, 
genau dann geschieht wieder ein Ausbruch. 
Und all unsere Macht, 
durch die wir unser Leben beherrschen wollen, 
wird uns wieder aus den Händen gewunden
durch ein kleines, unscheinbares Geschöpf, 
das man mit bloßem Auge gar nicht sehen kann. 

Es beleidigt unser Gemüt, 
dass wir dieses kleine Ding nicht beherrschen können. 
Es beleidigt unsere Selbstsicherheit, 
dass dieses kleine Ding für uns 
unverfügbar 
ist und bleibt
und damit all unser Planen
und all unser Kalkulieren
und all unser Disponieren
immer nur vorläufig sein kann
morgen vielleicht schon überholt
vom nächsten Ausbruch des Virus, 
den niemand voraussagen kann. 

Damit müssen wir schmerzvoll erkennen, 
was unser ganzes Leben eigentlich schon immer ist. 
Wir haben es bisher nur nicht gemerkt, 
wir haben es verdrängt und nicht wahrhaben wollen, 
dass unser Leben 
unverfügbar 
ist und bleibt
unverfügbar
wie dieses Virus
unverfügbar
wie auch unser Gott. 

Und wir sind abhängig von Ihm. 

Stephan Ranke

Frohe Ostern

Nachrichten … Kommentare … Falschnachrichten …
Wie damit umgehen?

 

 

Für den Umgang mit sich selbst
Aufmunternde Worte aus dem Buch Jesus Sirach (10,28-29)

Mein Kind, habe einen stillen und bescheidenen Sinn
und achte dich selbst, 
indem du deine Seele hochhältst. 
Wer kann den rühmen, 
der sich selbst missachtet? 
 
Jesus
Bildrechte: Pfr. Stephan Ranke

 

 

Gedanken zu Ostern 2020 von Heike Beger 

Die Karwoche ist angebrochen und an deren Ende steht das höchste Fest für uns Christen: das Osterfest. Ein Fest, das wir mit Gebetsnächten , Abendmahlsfeiern, Gottesdiensten, Essen, Ostereiersuchen und Familien-feiern verbinden - also mit Gemeinschaft.  
In diesem Jahr bekommt für mich das Thema Auferstehung noch einmal eine ganz andere Bedeutung.
 
Lesen Sie dazu weiter in der anhängenden Datei.

 

 

Wurzel
Bildrechte: Stephan Ranke

Psalmen – eine Hilfe zum Gebet


Angesichts der derzeitigen Krise fehlen einem manchmal die Worte. Vor allem, wenn man Ängste und Sorgen hat, wenn es einem an die eigene Existenz geht. Was kann man da noch beten? Die eigenen Worte kommen einem viel zu schwach vor angesichts der großen Nöte rings um uns herum und in uns.

Hier können diese Psalmen eine große Hilfe sein.

 

 

Tafel
Bildrechte: Stephan Ranke

10 Gebote für die Corona-Zeit


Während der Covid-19-Pandemie erleben wir gerade eine umfassende gesell-schaftliche Quarantäne – mitten in der vierzigtägigen Fastenzeit vor Ostern. Ich glaube, dass es gut ist, wenn wir diese Zeit nicht depressiv als „Seuchenopfer“ erleiden, sondern aktiv und kreativ mit ihr umgehen.
 
Psalm91
Bildrechte: Nathan Dumlao on Unsplash

Psalm 91 – Eine Blaupause für ein Gebet in dieser Zeit


Der 91. Psalm – und da vor allem Vers 11 – ist vor allem bei Eltern sehr beliebt, die ein Kind zur Taufe bringen. In diesem Psalm steht vieles, was man sich für das Leben seines Kindes wünscht – und nebenbei auch für das eigene Leben. 
Vieles davon scheint oder ist tatsächlich zur Zeit in Gefahr. Wir wissen nicht, wie es in den nächsten Tagen und Wochen – vielleicht sogar Monaten – mit uns und unseren Lieben, mit unserer Gesellschaft und unserem Staat weitergehen wird. 
Der Psalm 91 kann hier helfen, eine gewisse Eigenstabilität zu behalten. 
Gehen wir davon aus, dass gebetete Worte etwas bewirken – in einem selbst, in der Welt um uns herum – und bei Gott. 
Selbst wenn alles »nur« Selbstbeeinflussung (Autosuggestion) wäre, dann wäre schon allein das hilfreich gegen manche Angst. Aber ein Gebet ist in den Augen von uns Christinnen und Christen eben mehr als das. 
Ich habe diesen Psalm in der Auswahl und der Übersetzung von Jörg Zink gelesen und habe eine Wirkung bei mir selbst festgestellt, die sich schlecht beschreiben lässt. Es ist, wie wenn man einen Schutzmantel umgehängt bekommt. 
Probieren Sie doch aus, ob es Ihnen auch so geht, wenn sie diese Worte des Psalms lesen und beten: 

Wer im Schutz des Höchsten wohnt, 
wer im Schatten des Allmächtigen ruht, 
darf zu ihm sagen: 
»Meine Zuflucht und meine Burg! 
Mein Gott, auf den ich traue.«
Denn er ist’s, 
der dich rettet aus Gefahr und Verderben. 
Mit seinen Schwingen bedeckt er dich. 
Unter seinen Flügeln findest du Zuflucht. 
Du brauchst dich nicht zu änsten 
Vor dem Grauen, das in der Nacht umgeht, 
vor dem Pfeil, der am Tag fliegt, 
vor der Pest, die im Finstern schleicht, 
vor der Seuche, die in der Mittagshitze wütet. 
Denn du hast Gott zu deiner Schutzwehr
und fliehst zu ihm wie zu einer Burg. 
Kein Unheil wird dir begegnen, 
kein Elend dein Haus umstellen. 

Denn er hat seine Engel ausgesandt, 
die dich behüten sollen
auf allen deinen Wegen, 
dich auf den Händen tragen, 
damit dein Fuß nicht an einen Stein stoße. 
Über Löwen und Ottern wirst du schreiten, 
Löwen und Drachen wirst du zertreten. 

So spricht Gott über dich: 
»Er hat sich auf mich verlassen, 
so will ich ihm helfen. 
Er hat sich an mich gewandt, 
so will ich ihn schützen. 
Er ruft zu mir, so will ich ihn hören. 
Ich bin bei ihm in der Not
Und reiße ihn heraus. 
Ich sättige ihn mit langem Leben
und lasse ihn mein Heil schauen.« 

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen
Ihr Stephan Ranke